Wifo bezieht Stellung

Marienplatztiefgarage wieder offen (Wifo-Pressemitteilung 15.11.2019) • Erreichbarkeit Rechnung getragen – Wifo trägt Konzept von OB Rapp mit (Wifo-Pressemitteilung 25.10.2019) • Neugestaltung Gespinstmarkt (Auszug SZ, Frank Hautum 8.10.2019) • Digitalisierungsstrategie (Wifo-Pressemitteilung März 2019) • Molldietetunnel (21.6.2018 + 23.3.2018 + SZ 29.11.2017 + 20.10.2017 + 15.8.2016) • Brief an OB Dr. Rapp und Baubürgermeister Bastin zum Thema “Tempo 30” (4.5.2018) • Neugestaltung Gespinstmarkt (8.10.2019 + 17.4.2018 + 28.2.2018 + 22.6.2016) • Flughafen und Hotelangebot (SZ 23.5.2017) • Bezahlbarer Wohnraum (10.11.2016) • Marienplatztiefgarage (24.10.2016)

Wifo-Pressemitteilung vom 15.11.2019: Marienplatztiefgarage wieder offen
Kunden und Besucher können wieder ohne Umwege das Herz der Stadt erreichen. Das ist die erfreuliche Botschaft in die Region hinaus, gerade so kurz vor der Weihnachtszeit. Auch wenn noch einiges zu tun ist und nicht alle Decks offen sein können, ist ein wichtiges Etappenziel erreicht. Dafür gilt der Dank allen, die es unter oft schwierigen Bedingungen möglich gemacht haben. Zuvorderst den Handwerkern, aber auch den Verantwortlichen bei den Stadtwerken und den Technischen Werken Schussental sowie in der Stadtverwaltung. Der Dank gilt nicht zuletzt dem Gemeinderat, der den Mut hatte, grünes Licht für ein überraschend gekommenes Großprojekt zu geben, das in keiner Finanzplanung stand. Die Tiefgarage ist nicht nur wiederhergestellt, sie entspricht auch optisch wie technisch den Anforderungen unserer Tage. Damit ist sie fit gemacht, um in einem modernen Verkehrskonzept für Ravensburg eine Schlüsselrolle  zu spielen. Um den Wert der Garage zu bemessen,  muss man sie  immer in diesem größeren Zusammenhang sehen.  Im Handel der gesamten Innenstadt ist ein großes Aufatmen zu vernehmen.  Jetzt können die wichtigsten Wochen des Jahres gestärkter Zuversicht angegangen werden. Vor allem, da der Weg nach Ravensburg mit der Eröffnung der neuen B 30 Süd in wenigen Tagen noch einfacher wird.

Wifo-Pressemitteilung vom 25.10.2019: Erreichbarkeit Rechnung getragen – Wifo trägt Konzept von OB Rapp mit
Mit seinem „Verkehrskonzept Altstadt“ ist Oberbürgermeister Daniel Rapp der zentralen Forderung des Wirtschaftsforums Pro Ravensburg nach einer guten Erreichbarkeit der Altstadt für Kunden des Handels in wesentlichen Punkten entgegen gekommen.  Insbesondere von einem auf 50 Cent reduzierten Tarif für die ersten 30 Minuten in den städtischen Parkhäusern erwartet das Wifo eine positive Signalwirkung. „Auf dem Gespinstmarkt allen Erwartungen und Bedürfnissen in einem Konzept gerecht zu werden, dürfte ein Ding der Unmöglichkeit sein“, fasst Wifo Vorstandssprecher Thomas Reischmann die aktuelle Stimmungslage zusammen. Deshalb sei es gut, dass am Ende der Diskussionen nun ein Kompromiss steht. Auch wenn sich darin nicht alle Forderungen des Wifo wiederfinden, trägt  der Vorstand das von OB Rapp vorgelegte neue Konzept mit. „Für eine auf einer breiten Basis akzeptable Lösung war es wichtig, nochmals diese Runde zu drehen“, betont Reischmann.

Auch innerhalb des Wirtschaftsforums, in dem über 340 Unternehmen aus allen Branchen organisiert sind, gingen die Meinungen auseinander. Eine Neugestaltung des Platzes und damit mehr Aufenthaltsqualität in der Oberstadt sei schon lange eine der Forderungen des Wifo gewesen und werde einhellig begrüßt. Andererseits müsse das Wifo auch die Befürchtungen der in ihm organisierten inhabergeführten Geschäfte sehr ernst nehmen, dass durch den Wegfall von Parkplätzen Kunden die Geschäfte meiden. Dem sei bislang zu wenig  Rechnung getragen gewesen. Zentrales Thema für die Innenstadt sei neben der Aufenthaltsqualität die Erreichbarkeit, betont Wifo Geschäftsführer Eugen Müller. Dieses habe OB Rapp mit seinem neuen Konzept aufgenommen. Die Reduzierung der Gebühr in den städtischen Parkhäusern auf 50 Cent für die ersten 30 Minuten sei ein Vorschlag, der neu in der Diskussion ist und den das Wifo begrüßt. Allein dabei dürfe es jedoch nicht bleiben. Wichtig sei der im Konzept des OB vorgesehene Abfluss des Verkehrs über den nördlichen Marienplatz. Das Wifo hätte keine Bedenken, ab 20 Uhr die Poller am Blaserturm wieder hochzuziehen. „In den späten Abend- und Nachtstunden gibt es keine Begründung, weshalb der Marienplatz befahrbar bleiben sollte“ unterstreicht Müller. Tagsüber solle jedoch das oberirdische Parken auf den 50 Stellplätzen in der Oberstadt für einen Euro pro Stunde weiterhin möglich sein. Wichtig sei daneben, dass auch Markstraße und Kirchstraße für das Auto offen bleiben. „Ansonsten wären die Geschäfte großflächig von jeder Zufahrtsmöglichkeit abgeschnitten, wenn der Gespinstmarkt Fußgängerzone wird“, sagt Müller.

Das Wifo begrüßt auch alle Maßnahmen, den ÖPNV attraktiver zu machen. Der 1-Euro-Bus solle beibehalten und  nach Möglichkeit sogar noch ausgeweitet werden. Das Umleitungskonzept für die Busse über den Hirschgraben als Test für drei bis vier Monate entspreche einer aktuellen Forderung des Wifo.  Bei allen Maßnahmen zugunsten des ÖPNV sei aber immer auch zu berücksichtigen, dass für die Erreichbarkeit einer Stadt wie Ravensburg mit einem überwiegend ländlichen Einzugsgebiet von 400- bis 500 000 Menschen das Auto noch auf sehr lange Zeit das Verkehrsmittel Nummer eins bleiben werde. Das Wifo bittet die Gemeinderatsfraktionen, bei allen ihren Entscheidungen den enorm unter Druck stehenden Handel mit im Auge zu behalten. Wer mit dem Onlinehandel konkurrieren möchte, müsse für den Kunden ohne große Umstände erreichbar sein und eine gute Aufenthaltsqualität bieten. Dass dies keine grundlose Schwarzmalerei ist, zeigten die Umsatz- und Kundenfrequenzrückgänge im Ravensburg seit Schließung der Marienplatztiefgarage. „Die positiven Effekte, die von ihrer Wiedereröffnung ausgehen werden, dürfen nicht durch überzogene Reglementierungen an anderer Stelle zunichte gemacht werden“, mahnt Wifo Vorstandssprecher Thomas Reischmann.

Neugestaltung Gespinstmarkt (Auszug SZ, Frank Hautum 8.10.2019)
Das Wirtschaftsforum Pro Ravensburg macht sich große Sorgen um die Innenstadt: Der Umsatz bei den Händlern im historischen Zentrum geht derzeit deutlich stärker zurück als in vergleichbaren anderen Kommunen, sagt Vorstandssprecher Thomas Reischmann. Dazu gebe es immer mehr Leerstände in den Geschäften. Die entstandenen Lücken würden immer häufiger Wettbüros, Nagelstudios und Imbisslokale füllen. Angesichts dieser Entwicklung warnt das Wifo vor „Schnellschüssen beim Verkehrskonzept“ und kritisiert die Pläne der Stadtverwaltung, den Gespinstmarkt zu einer reinen Fußgängerzone zu machen.

Wie die SZ berichtete, will die Verwaltung den Platz in der Oberstadt, der von Januar 2020 an umfassend saniert werden soll, autofrei gestalten. Die in den ersten Entwürfen noch angedachten acht bis zehn Parkplätze (von derzeit 20) sollen zugunsten der Aufenthaltsqualität wegfallen. Dafür hat sich auch Oberbürgermeister Daniel Rapp mehrfach öffentlich stark gemacht. Wolle man den Gespinstmarkt aufwerten, mit offenem Wasserlauf, vielen Sitzmöglichkeiten und Raum für die Außengastronomie, dann gebe es keine Möglichkeit mehr, hier Autos abzustellen. Am Mittwoch (16.30 Uhr) berät der Ausschuss für Umwelt und Technik, am 21. Oktober beschließt der Gemeinderat.
Das Wifo, das sich als Stimme der Wirtschaft in Ravensburg definiert, sieht angesichts der Online-Konkurrenz die gute Erreichbarkeit der Innenstadt als genauso wichtig an wie eine hervorragende Aufenthaltsqualität. Dabei müssten alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt behandelt werden, sagten Reischmann und sein Vorstandskollege Florian Burk in einem Pressegespräch am Montag. In einem Positionspapier des Wifo heißt es aber wörtlich: „Für das Wifo hat der Individualverkehr nach wie vor höchste Priorität.“ Noch sei das Angebot im ÖPNV nicht attraktiv genug, um die Kunden mit dem Bus nach Ravensburg zu locken. Das jedoch sei ein entscheidender Punkt, schließlich verdiene der Handel im Zentrum nur zu knapp 25 Prozent sein Geld mit Kunden aus Ravensburg. Der Großteil des Umsatzes komme aus Geschäften mit Besuchern aus der Region – und die kämen mit dem Auto.

Was die Pläne zum Gespinstmarkt betrifft, fordert das Wifo, jetzt nicht vorschnell ein Verkehrskonzept für einen kleinen Teil der Stadt zu beschließen, bevor es nicht einen Plan für das gesamte Zentrum gebe. Der Gemeinderat soll also zunächst regeln, wie und wann umgebaut wird. Über die Frage Fußgängerzone oder Verkehrsberuhigter Bereich mit Kurzzeitparkplätzen soll erst später beraten werden, wenn es ein generelles Verkehrskonzept und einen breiten Konsens gebe. „Da habe ich noch nichts Schlüssiges gesehen“, so Thomas Reischmann, der auch sagt: „Man muss vorsichtig sein, wie man mit dieser Arterie der Stadt umgeht.“

Nicht alle Wifo-Mitglieder seien allerdings gegen eine Fußgängerzone am Gespinstmarkt, räumt Reischmann ein. „Aber die anliegenden Geschäfte sind es alle.“ Das bestätigt Geschäftsführer Eugen Müller: „Gerade heute Morgen gab es eine Sitzung der Betroffenen. Erich Lange vom Musikhaus beispielsweise sagt, er sei extrem abhängig von den Kurzzeit-Parkplätzen. Schuh-Simon und der Bauernmarkt sehen das auch so.“ Wie auch immer der Gemeinderat entscheidet: Die Bauzeit am Gespinstmarkt wird gut zwei Jahre dauern. Das Wifo hat vorsorglich schon einmal Forderungen aufgestellt, damit die Geschäfte in dieser Phase erreichbar bleiben. So soll die Zufahrt auf den Marienplatz von der Kirchstraße zwischen 8 und 20 Uhr möglich sein. Dort, wo jetzt die Taxen auf dem Marienplatz stehen, soll es sechs bis acht Kurzzeitparkplätze geben. Die Taxen müssten auf „zwei, drei neue Standorte in der Innenstadt verteilt“ werden. Das Wifo fordert zudem für alle Kurzzeitparkplätze auch in der Oberstadt 30 Minuten Parkzeit und die Ausweitung des 1-Euro-Busses auf alle Wochentage. Einen Euro soll auch die Fahrt mit dem neuen Nachtbus kosten. Und schließlich: Die Marktstraße müsse weiterhin befahrbar bleiben und dürfe nicht zur Fußgängerzone werden.

Das Wirtschaftsforum Pro Ravensburg (Wifo) begrüßt und unterstützt die vom Gemeinderat verabschiedete Digitalisierungsstrategie für Ravensburg – Gemeinsam auch auf dem „digitalen Ravensburger Weg“
Mit großer Mehrheit brachte vor kurzem der Ravensburger Gemeinderat eine Digitalstrategie für Ravensburg auf den Weg. Damit, so die Überzeugung, seien wichtige Weichen für einen konsequenten Weg für eine digitale Transformation der Stadt gestellt worden. Das Wirtschaftsforum Pro Ravensburg (Wifo) teilt diese Einschätzung. „Digitalisierung betrifft alle Wirtschaftsbranchen und ist zu einem wichtigen Standortfaktor für Städte geworden“, sagt Wifo-Geschäftsführer Eugen Müller. Studien belegten, dass stärker digitalisierte Städte tendenziell wirtschaftlich erfolgreicher seien. Das Wifo habe seit Jahren immer wieder Verwaltung und Politik auf die große Bedeutung einer Digitalstrategie für den Wirtschaftsstandort Ravensburg hingewiesen und freue sich sehr, dass diese nun verabschiedet worden sei. Dass die Stadt mit ihrer Digitalstrategie auf dem richtigen Weg ist, zeigt auch eine aktuelle Bestandsaufnahme des Digitalverbands Bitkom, die am 19. März als sogenannter Smart-City-Atlas veröffentlicht wurde. In diesem wird Ravensburg zusammen mit 47 weiteren deutschen Städten als Vorreiterstadt auf dem Weg zur Smart City gelistet.

„Wir begrüßen die verabschiedete Digitalisierungsstrategie sehr“, sagt auch Wifo-Vorstandssprecher Norbert Martin. Für die Bewältigung eines derart komplexen Bereiches wie der Digitalisierung seien eine zielgerichtete Agenda sowie ein konkretes Projektmanagement erforderlich. „Das Wifo ist als Stimme der Wirtschaft daher auch ein Antreiber des notwendigen digitalen Transformationsprozesses“, so Martin. Durch die Digitalisierungsstrategie und vor allem durch deren Umsetzung stelle sich die Stadt mit modernen Prozessen für die Zukunft auf, ist auch Wifo-Vorstandsmitglied Susanne Nebel überzeugt. „Ob es hierbei um die Einführung der 5 G – Technik oder um ein modernes Wärmekonzept für die Altstadt geht, ob im Gesundheitsbereich die Versorgung verbessert werden kann oder ob die Industrie 4.0 prozessoptimierter produzieren kann – kurzum, unser aller Alltag und die Arbeitswelt werden sich verändern, deshalb begrüßen wir, dass die Stadt sich diesen Herausforderungen stellt.“

Das im Fokus stehende „digitale Stadterlebnis“ ist vor allem für den Handel und den Tourismus in Ravensburg von Bedeutung. Die Stadt werde ihre Attraktivität und Lebendigkeit nur behalten, wenn sie den zunehmend hybrider werdenden Kunden und Besuchern auch Bequemlichkeit und Erlebnis in der digitalen Stadt biete, ist Norbert Martin überzeugt und verweist auf E-Government-Möglichkeiten, mobiles Bezahlen und sonstige Mehrwerte. „Wir kämpfen um den Erhalt hoher Besucherfrequenz gegen den nichtregionalen Onlinehandel. Unsere Händler müssen dabei ihr digitales Angebot ebenfalls weiter ausbauen“, sagt er. Gerade die Verknüpfung von Angeboten aus Einkauf, Kultur und Tourismus lade Besucher zu längeren Verweilzeiten in der Ravensburger Innenstadt ein. Das wiederum führe zu höheren Frequenzen in den Ladengeschäften und gegebenenfalls auch zu Umsatzsteigerungen, schrieb Wifo-Geschäftsführer Müller Ende Februar in einem Brief an Oberbürgermeister Dr. Daniel Rapp. Das Wirtschaftsforum begrüße als Interessenvertreter von 340 Mitgliedsunternehmen die Umsetzung eines „digitalen Stadterlebnisses“ in Ravensburg sehr, betont Müller in dem Brief und sagt eine aktive Teilnahme im Planungsprozess zu. „Wir sehen uns hier als Partner, der auch den ‚digitalen Ravensburger Weg‘ gemeinsam mit der Stadt gehen möchte“, betont Susanne Nebel. Das Wifo setze sich beispielsweise für ein flächendeckendes Glasfasernetz ein – als Grundlage für all die neuen digitalen Möglichkeiten. Darüber hinaus stehe die Interessenvertretung im regelmäßigen Dialog mit den Verantwortlichen der Stadt, berichtet Norbert Martin. „Unser jahrzehntelanges Zusammenarbeiten im Stadtmarketing macht uns zu exzellenten Partnern. Wir sind kein ‚eingefahrenes‘, sondern ein eingespieltes, von Kreativität und Veränderungsbereitschaft geprägtes Team“, betont er.

Über verschiedene Themenabende, Besichtigungen und Vorträge bietet Wifo seinen Mitgliedern zudem Hilfestellungen in Sachen Digitalisierung. Zum Thema Glasfaser im Gewerbegebiet Mariatal etwa findet am 17. April um 16 Uhr im Mariataler Fleischmarkt eine Informationsveranstaltung mit Stadtverwaltung, TWS und Teledata statt. Auch im Rahmen weiterer Informationsveranstaltungen geben Wifo-Mitglieder und Externe ihr Expertenwissen und Know-how weiter. „Dieses Netzwerk macht das Wifo so schlagkräftig“, betont Norbert Martin.

Molldietetunnel jetzt einen großen Schritt weiter (Wifo-Pressemitteilung 21.6.2018)
„Das haben wir so schnell nicht erwartet, damit rückt der Molldietetunnel einen großen Schritt näher, wir freuen uns riesig über die absolut positive Nachricht aus dem Verkehrsministerium“ so die einhellige Meinung des Wifo-Vorstands. Für den Wirtschaftsstandort Ravensburg ist der Molldietetunnel unverzichtbar, vor allem zur Lösung des riesigen  Ost-Westverkehrs, der sich täglich mitten durch die Innenstadt wälzt und einer der Hauptverursacher von Lärm und schlechter Luft in der Stadt ist. Zwischen den Autobahnen A81 und A96 ist Ravensburg das Nadelöhr schlechthin. Beseitigen kann es nur der Molldietetunnel. Der jetzt zugesicherte Planungsbeginn im nächsten Jahr ist deshalb ein wichtiger Schritt. Das gemeinsame Zusammenwirken vieler politischer Kräfte verbunden mit der Priorisierung der notwendigen Verkehrsprojekte in der Region hat sich ausgezahlt. Das Wifo dankt hier vor allem Oberbürgermeister Dr. Daniel Rapp für sein nachdrückliches und stetiges Werben für diese wichtige Infrastrukturmaßnahme und auch Wilfried Franke, Direktor des Regionalverbandes Bodensee – Oberschwaben. Von der baldigen Realisierung des Molldietetunnels profitiert die Wirtschaft und die Bevölkerung, vor allem aber die stark belasteten Anwohner in der Wangener Straße, ist sich das Wifo sicher. Die Wirtschaft braucht den Tunnel weil es dazu keine Alternative gibt und das Gefahrenpotenzial des Schwerlastverkehrs aus der Innenstadt muss. Und nicht zuletzt sind nur mit einem Molldietetunnel Einschränkungen des Verkehrs auf der Burgstraße, Beruhigungen an der Wangener Straße und eine Entlastung des Frauentors überhaupt denkbar und damit verbunden eine deutliche Verbesserung der Luftqualität in der Innenstadt.

Brief an OB Dr. Rapp und Baubürgermeister Bastin zum Thema “Tempo 30” (4.5.2018)
Das Wifo lehnt „Tempo 30“ tagsüber auf Bundesstraßen entschieden ab. Der Entwurf zur Fortschreibung des Lärmaktionsplan Ravensburg in der vorliegenden Form wäre für den Wirtschaftsstandort Ravensburg absolut negativ. Dies wäre die völlig falsche Entscheidung, denn die Erreichbarkeit der Stadt insgesamt und vor allem auch der Innenstadt darf nicht noch weiter eingeschränkt werden. Durch solche neuen Hemmnisse würden die Bedingungen für den Handel in der Innenstadt nochmals erheblich verschlechtert. Der Wettbewerb mit anderen Städten und vor allem mit dem Onlinehandel und die damit verbundenen Frequenz- und Umsatzrückgänge nimmt weiter zu. Jede Verschlechterung der Erreichbarkeit setzt die in der Innenstadt vertretenen Wirtschaftsbranchen weiter unter Druck. Vor allem der Handel spürt die geschlossene Marienplatztiefgarage seit Beginn der Sanierungsarbeiten, viele melden rückläufige Frequenzen in  der Innenstadt und in den Geschäften. Ravensburg hat eine hohe Zentralität, die durchführenden Bundesstraßen sind die Hauptschlagadern der Stadt. Durch Tempo 30 am Tage ist zu befürchten, dass Ravensburg von Menschen aus dem Umland und der Region vermehrt gemieden wird mit allen Folgen für die wirtschaftlichen Perspektiven der Stadt. Das Wifo unterstützt deshalb alle sinnvollen Maßnahmen der Lärmreduzierung. Dazu gehören der weitere Ausbau des ÖPNV und auch der Fahrradwege. Und nicht zuletzt muss auch an neuralgischen Stellen wie in der Wangener Straße über den Einbau von Flüsterasphalt konkret nachgedacht werden. Tempo 30 darf nicht kommen, wir setzen auch hier auf den „Ravensburger Weg“, der immer von Verhältnismäßigkeit und Augenmaß bei der Lösung von zentralen Problemen der Stadt geprägt war.

Neugestaltung Gespinstmarkt (Einladung an die Wifo-Mitglieder 17.4.2018)
Der geplante Umbau des Gespinstmarktes wird die wichtige Verbindung vom Marienplatz zum Gänsbühlcenter, aber auch die ganze Oberstadt in Funktion und Gestaltung deutlich aufwerten. 2016 fand dazu auf Einladung der Stadt ein Workshop statt an dem einige Wifo-Mitglieder sich aktiv beteiligten. Aus diesem Planungsdialog entstanden zwei Planungsvarianten, in denen keine Fußgängerzone vorgesehen ist, wohl aber ein verkehrsberuhigter Bereich mit deutlich weniger Parkmöglichkeiten als heute um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Oberbürgermeister Daniel Rapp und Baubürgermeister Dirk Bastin sprechen sich dagegen seit einiger Zeit klar für eine Fußgängerzone aus, der Wifo-Vorstand hingegen favorisiert ein verkehrsberuhigter Bereich mit nur noch einer Fahrtrichtung für PKWs. Mit der Umgestaltung des Gespinstmarktes wird auch das Verkehrskonzept Oberstadt weiterentwickelt mit doch spürbaren Änderungen in der Verkehrsführung und in der Erreichbarkeit der Oberstadt. Deshalb haben wir Baubürgermeister Dirk Bastin um einen Gesprächstermin am 24. April um 18:30 Uhr im Wirtschaftsmuseum gebeten, um aus erster Hand Informationen zum Gespinstmarkt und die Entwicklungen in der Oberstadt zu bekommen. Alle Wifo-Mitglieder sind zu diesem Gespräch herzlich eingeladen.

Molldietetunnel (Artikel in der Schwäbischen Zeitung vom 23. 3. 2018)
Das Wirtschaftsforum Pro Ravensburg (Wifo), Interessenvertretung von Händlern, Dienstleistern und Gewerbetreibenden in der Stadt, begrüßt „außerordentlich die hervorragende Platzierung des Molldietetunnels in der Prioritätenliste des „Landes“. Der Tunnel war am Dienstag vom Land Baden-Württemberg in die Gruppe der neuen Straßenbauprojekte eingestuft worden, die noch 2025 geplant werden sollen. Wie Wifo-Geschäftsführer Eugen Müller der „Schwäbischen Zeitung“ sagte, bedeute dieses Bauvorhaben für Ravensburg und für die Menschen „eine große Entlastung im Ost-West-Durchgangverkehr“. Der Molldietetunnel leiste gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Ravensburg. Die Ortsumfahrung würde auch interessante neue Perspektiven für die Entwicklung der Ravensburger Innenstadt eröffnen. Eugen Müller: „Nun hoffen wir, dass im Regierungspräsidium Tübingen mit den Planungen für den Molldietetunnel baldmöglichst begonnen wird.“

Umbau Gespinstmarkt  (28.2.2018)
Der Gespinstmarkt ist ein wesentliches Verbindungsstück auf der Ost-West- Achse bzw. der Handelsachse zwischen Bachstraße und Gänsbühlcenter. Gleichzeitig ist dieser Stadtraum eine attraktive Handelslage mit Potenzial. Die Ravensburger Stadtsanierung ist eine Erfolgsgeschichte. Durch die öffentlichen und privaten Investitionen in den vergangenen 25 Jahren war und ist sie eine wichtige Grundlage für die heutige Attraktivität, Vielfalt und Lebendigkeit der Ravensburger Innenstadt. Seit Jahren setzt sich deshalb das Wifo für die Umgestaltung Gespinstmarktes, als wichtigen Sanierungsabschnitts in der Innenstadt ein. Die Beteiligung von Bürgern und Interessengruppen im Vorfeld der Planungen zum Gespinstmarkt, professionell moderiert und gut vorbereitet, war 2016 eine richtige Vorgehensweise. Ebenso daraus folgend die Erarbeitung von zwei alternativen Gestaltungsvorschlägen durch zwei externe Planungsbüros. Mehrheitlich befürworteten wir als Wifo 2016 den Vorschlag des Münchener Planungsbüros „Lohrer/Hochrein“, der keine Fußgängerzone empfiehlt sondern ein verkehrsberuhigter Bereich bzw. Stadtraum mit hoher Aufenthaltsqualität. Dies ist entspricht auch nach wie vor der aktuellen Beschlusslage des Gemeinderates, nämlich verkehrsberuhigter Bereich mit deutlich weniger Parkplätzen zugunsten mehr Stadtraumqualität mit Vorrang für Fußgänger und Radfahrer. Oberbürgermeister Daniel Rapp und auch Baubürgermeister Dirk Bastin haben sich immer wieder in letzter Zeit beim Gespinstmarkt für eine Fußgängerzone mit hoher Aufenthalts-qualität aber auch innovativen Nutzungen ausgesprochen, wie Fahrradstellplätze mit E- Ladestationen. In Gesprächen mit anliegenden Geschäftsleuten im Einzelhandel bzw. Wifo Mitgliedern wurde  eine verkehrsberuhigte Zone bisher klar favorisiert. Überwiegende Meinung war, dass eine reine Fußgängerzone den Handelsstandort Gespinstmarkt aber auch die Erreichbarkeit der ganzen Oberstadt deutlich verschlechtern würde. Die Erreichbarkeit der Oberstadt und des Gespinstmarkt muss für Zielbesucher und Kunden gut gewährleistet bleiben. Andererseits ist eine hohe Aufenthaltsqualität gerade mit Blick auf den wachsenden Onlinehandel ein gewichtiges Argument. Beides Themen die uns wichtig sind. Deshalb hat der Wifo Vorstand beschlossen in einer der nächsten Vorstandssitzungen erneut und intensiv über Für und Wider einer Fußgängerzone oder eines Verkehrsberuhigten Bereiches zu sprechen und dies unter Einbindung der Vorstellungen der Wifo Mitglieder in der Oberstadt.

Wifo wirbt weiter für Molldietetunnel (SZ 29.11.2017)
Nachdem die Prioritätenliste für Straßenbauprojekte vom Land nun erst im ersten Quartal 2018 vorgestellt wird, wirbt das Wirtschaftsforum Pro Ravensburg weiter für die Realisierung des Molldietetunnels. In einm Schreiben bittet das Wifo Minister Manfred Lucha (Grüne) und seinen Ravensburger Landtagskollegen August Schuler (CDU) um Unterstützung in Stuttgart. “Große Hoffnung, dass der Molldietetunnel nun schon bald in die Planungs- und Realisierungsphase kommt, weckte Ministerpräsident Winfried Kretschmann in seiner Rede zur Eröffnung der Oberschwabenschau bei den Bürgern in der Stadt Ravensburg und in der Region”, heißt es in dem Brief. Der einstimmige Beschluss des Regionalverbandes Bodensee-Oberschwaben, wonach als nächstes Straßenbauprojket in der Region der Molldietetunnel an der Reihe ist; zeige den Konsens der Raumschaft beim dringend notwendigen Straßenbau. Diese Reihenfolge gelte es “unbedingt einzuhalten, denn sie ist für die Stadt essentiell”.

Molldietetunnel schnell planen (20.10.2017)
Für den Wirtschaftsstandort Ravensburg ist der Molldietetunnel unverzichtbar, vor allem zur Lösung des riesigen Ost-Westverkehrs, der sich täglich mitten durch die Innenstadt wälzt. Zwischen den Autobahnen A81 und A96 ist Ravensburg das Nadelöhr schlechthin. Beseitigen kann es nur der Molldietetunnel. Die Einstufung in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans war deshalb ein wichtiger Schritt. Damit der Spatenstich für den Molldietetunnel erfolgen kann, müssen die Planungen für das Großprojekt schnell beginnen. Das Wifo dankt hier Oberbürgermeiste Dr. Daniel Rapp für sein konsequentes Eintreten für diese wichtige Infrastrukturmaßnahme und fordert das Land mit Nachdruck auf schnell die notwendigen Planungskapazitäten beim Regierungspräsidium Tübingen bereitzustellen. Von der baldigen Realisierung des Molldietetunnels profitiert die Wirtschaft, die stark belasteten Anwohner in der Wangener Straße aber auch die Eschacher und besonders die Oberhofener, ist sich das Wifo sicher. Die Wirtschaft braucht den Tunnel weil es dazu keine Alternative gibt und das Gefahrenpotenzial mit Verkehr und Schwerlastverkehr aus der Innenstadt muss. Und nicht zuletzt sind nur mit einem Molldietetunnel Einschränkungen des Verkehrs auf der Burgstraße, Beruhigungen an der Wangener Straße und eine Entlastung des Frauentors überhaupt denkbar und damit verbunden eine deutliche Verbesserung der Luftqualität in der Innenstadt.

Flughafen und Hotelangebot sind Sorgenkinder (Artikel in der Schwäbischen Zeitung vom 23.5.2017)
Die Ravensburger Wirtschaft will die “unglaublich dynamische” Entwicklung, die die Stadt derzeit erlebt, maßgeblich mitgestalten. Diesen Anspruch hat der Vorstand des Wirtschaftsforums Pro Ravensburg formuliert. Im unerwarteten Wachstum sieht das Wifo, das die Interessen von 335 Betrieben gegenüber Verwaltung und Kommunalpolitik vertritt, große Chancen, aber auch Risiken, so Vorstandssprecher Norbert Martin. Um bis zu 100 Einwohner jeden Monat ist Ravensburg zuletzt gewachsen, jedes Jahr entstehen in der Stadt derzeit 1000 neue Arbeitsplätze. Die Gewerbegebiete sind fast voll, die Verwaltung plant neue Baugebiete und muss in die Erweiterung von Kindergärten investieren. “Es ist richtig Dampf im Kessel. Das ist schön, bringt aber auch viele Veränderungen mit sich”, sagte Martin in einem Pressegespräch. Für eine weitere Entwicklung des Wirtschaftstandortes Ravensburg sei es entscheidend, Ökonomie und Ökologie miteinander in Einklang zu bringen. Das Wifo fordere dafür einen “weiter konstruktiven Dialog” mit Verwaltung und Politik ein. Auf Konfrontationskurs geht das Wifo dabei zum Bürgerforum Altstadt: Der Verein hatte vor Kurzem vor den Folgen eines aus seiner Sicht unkontrollierten Wachstums gewarnt und eine “Scheindemokratie” in der Stadt kritisiert. Martin: “Diese Einstellung halten wir für rückwärtsgewandt, außerdem können wir absolut keine Scheindemokratie erkennen.” Kritik am Einfluss der Wirtschaft will das Wifo ohnehin nicht gelten lassen: “Es ist die Wirtschaft, die für diese Dynamik sorgt.” Gleichwohl müsse die Kommune “gesund” weiterwachsen. Die Lebensqualität müsse obenan stehen, deshalb dürfe auch der angekündigte Luftreinhalteplan für Ravensburg nicht einfach abgetan werden. Das Wifo werde sich nicht gegen “vernünftige, machbare und zeitlich umsetzbare Maßnahmen wehren”. Eine gute Erreichbarkeit der Innenstadt habe aber hohe Priorität. Eine gute Verkehsanbindung und bezahlbare Wohnungen bleiben für die Wifo-Vorstände zentrale Themen. “Mit dem Ausbau der B 30, der Elektrifizierung der Südbahn und der Aufnahme des Molldietetunnels in den Bundesverkehrswegeplan sind wichtige Grundsteine gelegt worden”, sagte Vorstandssprecher Florian Burk. Sorgen macht ihm aber der schwächelnde Flughafen Friedrichshafen: “Wir haben hier für unsere Unternehmen keine Kontinuität und eine schlechte Anbindung an den Rest der Republik.” Thomas Reischmann, Wifo-Vorstandssprecher für den Handel und die Gastronomie, sieht eine Zuspitzung im Wettbewerb der Städte. Ravensburg habe sich hier dank einer gemeinsamen Marketingstrategie von Stadt und Wifo sehr gut aufgestellt. “Das zahlt sich aus. Wir sind als Einkaufsstadt Marktführer in der Region, unsere Kunden kommen auch aus Bad Waldsee und Biberach.” Damit das so bleibt, “brauche es große zusammenhängende Gewerbeflächen in der Stadt. Verwaltung und Gemeinderat müssten sich für entsprechende Entwicklungen öffnen und zugleich mehr Manpower schaffen”, glaubt Reischmann. Das gelte vor allem für das Bauamt, aber auch bei der Digitalisierung sei noch viel Luft nach oben. Das Wifo wiederholte seine Forderung nach einem Digitalbeauftragten der Stadt. Das Ravensburger Zentrum habe sich zuletzt auch wegen des neuen Gänsbühl-Centers gut entwickelt. Reischmann: “Jetzt muss noch der neue Gespinstmarkt kommen.” Eine Fußgängerzone lehnt das Wifo in diesem Bereich ab. Froh sind die Händler, dass das gefürchtete Chaos durch die Schließung der Marienplatztiefgarage bisher nicht eingetreten sei. Die Stadt sei gut vorbereitet gewesen. Sorgen hingegen bereitet Reischmann und seinen Kollegen, dass die Pläne für ein Hotel im gehobenen Segment wieder nicht recht voranzukommen scheinen: “Weder am Hofgut Büchel noch beim Stadthotel tut sich derzeit erkennbar etwas.” Vor dem Hintergrund rasanter Veränderungen befasst sich das Wifo auch mit der Frage, ob Strategien wie der “Ravensburger Weg” neu ausgerichtet werden müssen. Eindeutig bleibe aber das grundsätzliche Bekenntnis von  “Innen nach Außen”: “Einkaufszentren auf der grünen Wiese sind jetzt noch schädlicher als früher”, so Thomas Reischmann.

Rede von Norbert Martin, Wifo-Vorstandssprecher am 21.2.2017 bei Wifo meets Schwäbische im Medienhaus
Große Freude herrscht bei Schwäbisch Media und Wifo über einen neuen Teilnehmerrekord mit über 300 Anmeldungen zum heutigen Abend. Jeder von Ihnen leistet einen Beitrag zum Erfolg unserer Stadt oder unserer Region. Stellvertretend für viele wichtige Persönlichkeiten begrüße ich den Bundestagsabgeordneten Waldemar Westermayer, den Landtagsabgeordneten August Schuler, Oberbürgermeister Dr. Daniel Rapp,  Oberbürgermeister der Stadt Weingarten Markus Ewald, Erster Bürgermeister Simon Blümcke, Baubürgermeister Dirk Bastin, Stadträtinnen und Stadträte von Ravensburg und Wirtschaftsförderer Andreas Senghas, den ich für seinen vorbildlichen Einsatz hier hervorheben möchte sowie Roland Roth von der Wetterwarte Süd. Und ich übermittle die Grüße von der Bundestagsabgeordneten Agnieska Brugger und des Ministers für Soziales und Integration von Baden Württemberg, Manne Lucha. Dank an Dr. Kurt Sabathil, Dr. Hendrik Groth, Michael Meyer-Böhm und Frank Hautumm für die gute Partnerschaft zwischen Schäbisch Media und dem Wirtschaftsforum Pro Ravensburg. Meine Damen und Herren Mitglieder des Wifo, exakt 335 ist unsere heutige Mitgliederzahl – auch dies ist ein neuer Rekord. Neue Mitglieder wie little Britain, Café Belazzo, Rollladen Bopp, Büchel Verwaltungs KG und das Großunternehmen RAFI in Berg, stehen für die breite Ausrichtung des Wifos vom Handel, über Handwerk, Freie Berufe, Gastronomie bis hin zur Industrie. Und letztlich eint uns ein Ziel: Eine attraktive, lebenswerte, vitale, wirtschaftlich prosperierende Stadt. Und wir tun alles dafür, die Attraktivität dieser Stadt auf allen Stadtmarketingkanälen zu kommunizieren, damit möglichst viele Menschen diese Stadt in der realen Welt erleben und genießen. Uns kommt zugute, dass die Sehnsucht nach Sich-Wohlfühlen in der realen Welt ungebrochen ist, ja sich vielleicht durch die Digitalisierung sogar noch verstärkt. Aber gleichzeitig fühlen viele von uns sich gerade, als seien sie zwischen Parallelwelten geraten oder in eine Epoche mit gänzlich anderen Regeln und Normen gelandet. Der Begriff „postfaktisches Zeitalter“ ist zu hören oder Zeitalter der Empörungsdemokratie – ich kann es nicht mehr hören. Alles Mumpitz! Lassen Sie sich nicht täuschen und von dieser merkwürdigen Stimmung anstecken. Einer Stimmung , die im derzeitigen Lieblingswitz meines 10-jährigen Sohnes Ausdruck findet:  „Papa, es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht. Welche möchtest du zuerst hören?” “Die schlechte Nachricht!” (Mein Sohn weiß, dass ich als Banker zuerst nach der schlechten Nachricht frage.) Seine Antwort: “Es gibt keine gute Nachricht!“ Falsch! Es gibt viele gute Nachrichten. An den Finanzmärkten herrscht beste Stimmung. Sie sind unbeeindruckt von geopolitischen Irritationen. Nein, Fake News sind keine Erfindung dieses angeblichen postfaktischen Zeitalters. Alternative Fakten gab es auch schon in der Antike und Zeitungsschelte ist ebenfalls nicht neu. Von Winston Churchill stammt die Aussage: „Politiker, die sich über Zeitungen beschweren, sind wie Seefahrer, die sich über das Meer beschweren”. Wir könnten dies noch auf unseren Gast Roland Roth von der Wetterwarte Süd und das Wetter ausweiten. Phänomene wie Donald Trumps Wahlerfolg, Brexit oder Marine Le Pen gab es schon immer. Allerdings sind sie in einer hochkomplexen globalisierten Welt weit weniger vorhersehbar als früher. Wirtschaftswissenschaftler sprechen neuerdings in Erweiterung von Talebs Schwarzen Schwänen von sogenannten „Roten Schwänen”: Alles was anekdotisch vorstellbar ist, kann auch passieren”. Anekdotisch heißt hier: ein Zufallsergebnis ohne systematische Fakten und ohne tieferen Zusammenhang. Aber was geschieht denn wirklich und welche Entscheidungsregeln helfen, diese komplexe globale Welt zu verstehen?  Mein Angebot ist die im Zweiten Weltkrieg verfasste Analyse von Karl Popper in seinem Werk „Die offene Gesellschaft und ihre Feinde“, zeitlos und brillant geschrieben. Danach befindet sich die menschliche Gesellschaft in einem ewigen Kampf zwischen zwei grundsätzlichen Gesellschaftsformen, einer offenen Gesellschaft, demokratisch und humanitär – und einer geschlossenen Gesellschaft, autoritär, ausgrenzend und einer Art stammesgeschichtlichem Idealbild folgend. Diese Stammesgesellschaft wurde in der Antike in Griechenland durch den Handel mit fremden Stämmen zum Vorläufer unserer abendländischen Zivilisation zu einer offenen demokratischen Gesellschaft entwickelt. Aber ähnlich, wie die Athener auf dem Höhepunkt ihres Wohlstandes ihre Demokratie zunächst zerstörten, scheint bis in unsere heutige Zeit eine Form von Sehnsucht nach einer umzäunten, geschützten, aber autoritären Stammesgesellschaft in den menschlichen Hinterköpfen zu stecken. Und je komplexer unsere globalisierte Welt wird, desto mehr Anhänger finden die Werber dieser Stammeswelt. Dier erste gute Nachricht ist, wir, die Vertreter der offenen Gesellschaft, sind die Mehrheit. Die zweite gute Nachricht ist, wir können etwas tun gegen die Feinde der offenen Gesellschaft, in dem wir Gesicht zeigen und Position beziehen für Demokratie, Meinungsfreiheit, Pressefreiheit und Humanität. Die schlechte Nachricht ist – wir müssen dies tun. Es reicht nicht mehr, in unserer kuscheligen Koje zu liegen und das Funktionieren unserer Demokratie anderen zu überlassen. Wir alle sind in der Verantwortung! Das Wifo steht für eine offene Gesellschaft, die Stadt Ravensburg steht als alte Handelsstadt für Weltoffenheit und Schwäbisch Media ist – wie insgesamt eine freie Presse – eines der unverzichtbaren Kraftwerke unserer offenen Gesellschaft. Stehen wir gemeinsam ein für den Erhalt und Ausbau unserer offenen Gesellschaft!
Norbert Martin

Bündnis für bezahlbaren Wohnraum (10.11.2016)
Das vom Ravensburger Gemeinderat verabschiedete Bündnis war auch beim 16. WirtschaftsForum am 8. November 2016 in der Zehntscheuer Thema. Zu Gast: Andreas Reisch, Geschäftsführer des Bauunternehmens Reisch. Schwäbische Zeitung

Marienplatztiefgarage wird umfassend saniert – Rund 1000 zusätzliche Parkplätze sichern gute Erreichbarkeit (24.10.2016)
Für das Wifo ist von zentraler Bedeutung, dass der Standort Innenstadt und die Einkaufsstadt Ravensburg in seiner Attraktivität und Zentralität in der Region gesichert werden. Das Wifo plädiert zusätzlich zu den Maßnahmen rund um die Sanierung der Marienplatztiefgarage, der Bereitstellung von Ersatzparkplätzen und Shuttle-Bussen für eine Aufstockung des Parkhauses Bahnstadt (P7) um zwei Ebenen. Dieser Vorschlag wird derzeit durch die Stadtverwaltung geprüft.

Mit dem Molldietetunnel kann nun geplant werden (15.8.2016)
Das Kabinett hat den Bundesverkehrswegeplan 2030 verabschiedet – und den Molldietetunnel nun als vordringlichen Bedarf definiert. Politisch betrachtet ist damit der Grundstein für eine positiv gestaltete Entwicklung der Innenstadt gelegt. Der Molldietetunnel wird neben der Entlastung von Engpässen und der damit einhergehenden Verbesserung der Luftqualität sich auch als Standortfaktor der Stadt Ravensburg positiv bemerkbar machen. Das Wifo bedankt sich herzlich bei Herrn Oberbürgermeister Dr. Rapp für sein unermüdliches Engagement und die hervorragende politische Arbeit. Das Wirtschaftsforum hatte im Vorfeld der Entscheidung in einem Brief vom 21. April 2016 an den Staatssekretär Norbert Barthle und Verkehrsminister Winfried Herrmann auf die Dringlichkeit des Molldietetunnels hingewiesen. 13 namhafte Firmenchefs haben mit Wifo-Vorstand Norbert Martin den Brief unterzeichnet. Der Molldiete-Tunnel werden für Planung und Bau rund 100 Millionen Euro veranschlagt. Rund 30.000 Fahrzeuge befahren täglich die Ost-West-Verbindung zwischen der A 96 und den Bundesstraßenanschlüssen im Schussental – und das mitten durch die Ravensburger Innenstadt. Der Molldiete-Tunnel wird eine große Verbesserung der Lebensqualität für die Ravensburger Bürger bringen. Mit dem Bau des Molldiete-Tunnels wird ein Generationenwunsch erfüllt. Nicht nur die Innenstadt wird im Zuge eines geringeren Verkehrsaufkommens deutlich attraktiver, auch in Sachen Stadtentwicklung werden sich neue Chancen für zukunftsfähige Konzepte eröffnen. Die vordringliche Bedarfsstufe des Bauprojekts ist aber nicht zuletzt auch der gemeinsamen regionalen Prioritätenliste für die Bundesstraßen der Region zu verdanken, die vom Regionalverband Bodensee-Oberschwaben (Landkreise und Kommunen) und der IHK gemeinsam erarbeitet wurde, um geschlossen gegenüber dem Bund und dem Land die dringlichsten Projekte einzufordern.

Umbau Gespinstmarkt (22.6.2016)
Der Wettbewerb der Städte um die Gunst der Kunden und Besucher bleibt intensiv. Eine attraktive und vitale Innenstadt bildet die wesentliche Kraft für Image und wirtschaftliche Stärke einer Stadt. Der Gespinstmarkt ist ein wesentliches Verbindungsstück auf der Ost-West-Achse bzw. der Handelsachse zwischen Bachstraße und Gänsbühlcenter. Gleichzeitig ist dieser Stadtraum eine attraktive Handelslage mit Potenzial. Die Ravensburger Stadterneuerung und Stadtsanierung ist eine Erfolgsgeschichte. Die erfolgreiche Sanierung durch öffentliche und private Investitionen in den vergangenen 25 Jahren war und ist eine wesentliche Grundlage für die heutige Attraktivität, Vielfalt und Lebendigkeit der Ravensburger Innenstadt. Die Stadtsanierung von 1972 bis heute ist Teil des Ravensburger Weges. Seit Jahren setzt sich deshalb das Wifo auch für die Umgestaltung dieses letzten und wichtigen Sanierungsabschnitts in der Innenstadt ein. Die Beteiligung von Bürgern und Interessengruppen im Vorfeld der Planung, professionell moderiert und gut vorbereitet, halten wir für die richtige Vorgehensweise. Ebenso daraus folgend die Erarbeitung von zwei alternativen Planungsvorschlägen durch zwei externe Planungsbüros. Mehrheitlich befürworten wir als Wifo den Planungsvorschlag des Münchener Planungsbüros Lohrer/Hochrein. Grundsätzlich gilt: Wir wollen im Zuge der Umgestaltung des Gespinstmarktes keine Fußgängerzone sondern ein verkehrsberuhigter Bereich bzw. Stadtraum mit hoher Aufenthaltsqualität. Eine lebendige Stadt braucht einen attraktiven Handel und nicht umgekehrt (was man am zunehmenden Onlinehandel und an der Entwicklung auf der Grünen Wiese sehen kann). Eine Umfrage nach den Gründen für einen Besuch der Innenstadt der CIMA München 2012 zeigt, dass gute Einkaufsmöglichkeiten  bei rund 70 Prozent der Befragten an vorderster Stelle stehen. Hierfür müssen für den Handel die Rahmenbedingungen aber stimmig sein. Die Erreichbarkeit der Oberstadt und des Gespinstmarkt muss für Zielbesucher und Kunden gut gewährleistet bleiben. Die moderate Reduzierung der Parkplätze verbunden mit einer deutlichen Aufwertung der Aufenthaltsqualität beim Umbau der Kirchstraße, Obere Breite Straße und Untere Breite Straße sind dafür beispielhaft. In beiden Workshop-Planungsentwürfen wird ein verkehrsberuhigter Bereich mit Tempo 7, 8-10 Parkplätze sowie Fahrradabstellplätze, aber keine Fußgängerzone vorgeschlagen. In Gesprächen mit anliegenden Geschäftsleuten im Einzelhandel bzw. Wifo Mitgliedern wurde  eine verkehrsberuhigte Zone klar favorisiert. Einhellige Meinung war, dass eine reine Fußgängerzone den Handelsstandort Gespinstmarkt deutlich verschlechtern würde. Der Gespinstmarkt muss Zielort sein für Einkaufen mit hoher Aufenthaltsqualität, guter Erreichbarkeit und Nutzungsvielfalt (Wochenmarkt, Veranstaltungen, Begegnungs- und Erholungsraum). Die Lösung Verkehrsberuhigter Bereich würde die unterschiedlichen Interessen zu einem vernünftigen Kompromiss bringen und die Erlebnis- und Einkaufsstadt Ravensburg insgesamt stärken.