Baustellenmarketing

Um die öffentliche Infrastruktur zu erhalten sind Baumaßnahmen unerlässlich. In der Bevölkerung stoßen diese aber zumeist auf Grund ihrer negativen Auswirkungen auf wenig Zustimmung. Innerstädtische Baumaßnahmen verursachen Schmutz und Lärm, Parkplatzengpässe und Zufahrtsschwierigkeiten und können unter Umständen auch Umsatzeinbußen bei ansässigen Einzelhändlern zur Folge haben. Um die negativen Auswirkungen einer Baustelle zu mindern, gibt es zahlreiche verschiedene Aktivitäten, die unter dem Begriff des Baustellenmarketings zusammengefasst werden.

Die wirkungsvolle Stadtsanierung in Ravensburg in den letzten 20 Jahren hat wesentlich zur heutigen Attraktivität der Innenstadt beigetragen. Sie hat den Ravensburger Weg Innenentwicklung vor Außenentwicklung stark geprägt. Der Gespinstmarkt ist derzeit die größte Umbaumaßnahme in der Altstadt. 2016 wurde nach einer intensiven Planungsphase Funktion, Struktur und Gestaltung des Gespinstmarktes festgelegt. 2020 wurde mit dem Umbau begonnen, die Tiefbauarbeiten werden voraussichtlich Mitte September 2020 abgeschlossen sein. 2021 beginnt dann die Umgestaltung des Gespinstesmarktes zur autofreien Fußgängerzone mit attraktiver Aufenthaltsqualität für die Besucher der Einkaufsstadt Ravensburg.

Moderne Umspannstationen, neue Mittelspannungskabel und eine neue Netzarchitektur sollen die Stromversorgung in Ravensburg langfristig sichern. Mehr als zehn Millionen Euro hat die TWS Netz GmbH in den letzten Jahren in die Erweiterung und Umstrukturierung des örtlichen Stromnetzes investiert. Mit diesen Investitionen macht die TWS ihr Stromnetz fit für die Energiezukunft.

Gespinstmarkt wird zur Fußgängerzone
Leitungsarbeiten fertig – im Frühjahr beginnt die Gestaltung

Am Freitag, 11. September, enden auf dem Gespinstmarkt nach nur fünf Monaten Bauzeit die Tiefbauarbeiten an der Kanalisation, bei Wasser, Nahwärme, Strom und Breitband. Damit ist dort rechtzeitig vor der kalten Jahreszeit der erste Teil der Arbeiten erledigt, bevor im Frühjahr die gestalterischen Maßnahmen für die neu eingerichtete Fußgängerzone in der Ravensburger Oberstadt beginnen. “Durch die gute Arbeit der beteiligten Firmen konnte die Bauzeit um zwei Monate verkürzt werden.

Dies kommt jetzt auch den Geschäftsinhabern und Anwohnern zugute, die durch die Baumaßnahme doch sehr belastet waren”, schreibt die städtische Pressestelle in einer Mitteilung. “Durch die gute Kommunikation auf der Baustelle mit den am Bau beteiligten Ämtern, Ingenieurbüros und dem Wirtschaftsforum Pro Ravensburg als Vertreter des Handels, konnte diese schwierige Zeit gemeinsam gemeistert werden. Dies, obwohl obendrein noch die Herausforderung Corona dazu kam”. Nach Abschluss der Bauarbeiten wird der Gespinstmarkt auf Grundlage des Gemeinderatsbeschlusses aus dem vergangenen Jahr, als Fußgängerzone ausgewiesen. Das bedeutet, dass keine Parkplätze eingerichtet werden, Lieferverkehr wird zu den in Fußgängerzonen üblichen Zeiten zugelassen. “Radfahrer sind natürlich frei”, so die Stadt. Für den Fahrzeugverkehr durch die Oberstadt ist der Gespinstmarkt also künftig tabu, die Autos können den von der Frauenstraße und Herrenstraße kommend den Durchgang von der Kirchstraße am Waaghaus in Richtung Marienplatz nutzen. Auch die Zufahrt zur Marktstraße ist möglich.

In der Übergangszeit bis zur endgültigen Neugestaltung im Frühjahr 2021 sind auf dem Gespinstmarkt Kunstinstallationen vorgesehen, außerdem wird die Ausstellung zum “Ravensburger Klimakonsens” vom Marienplatz dorthin umziehen.